aktive Medienarbeit · Lernprodukt

D · Definition

Du legst fest, worum es geht – und was Lernende nachher können sollen. Dadurch wird dein Produkt nicht überladen.
🛑 Peer-Stop Medienbox

Du machst

Formuliere das Ziel deines digitalen Lernprodukts.
Konkretisiere die Idee. Mach dir klar, was alles dazugehört.

Du hast

Eine Idee/Vision, die du konkreten Lernzielen für dein digitales Lernprodukt formulieren musst. Vielleicht hast du auch schon eine Idee zum Format, der Gestaltung, dem Sound, uvm.

Zeit

5–10 Minuten


🧾 Arbeitsprotokoll

In das Arbeitsprotokoll soll aus dieser Phase das Folgende notiert werden:

  • Zielbild (1 Satz) + Zielgruppe
  • Must-have (5–8) + Nice-to-have
  • Beispiel

🎯 Zielvorstellung (das „Warum“ & „Wozu“) aufklappen

Notiere dir:

  • Zielbild in 1 Satz: „Nach unserem Lernprodukt kann man …“
  • Publikum: Für wen ist es (Klasse, Jahrgang, …)? Welche Vorkenntnisse?
  • Erfolg: Woran erkennt man, dass es verstanden wurde bzw. das unsere Botschaft/Idee ankam?
💡 Idee konkretisieren aufklappen

Hier entsteht die "Grundidee": Was wollt ihr vermitteln?

  • Welche eine Kernbotschaft trägt das Produkt?
  • Welche 2–3 Beispiele machen es sofort verständlich?
  • Welche typische Fehlvorstellung wollt ihr abfangen?
  • Welche weiteren Botschaften sind relevant oder können weggelassen werden?
  • ...
🧩 Must-Haves festlegen (nicht überladen) aufklappen
  • Formuliert erstmal alles, was euch einfällt und kategorisiert dann in "Must-have" und "Nice-to-have".
  • Schreibt 5–8 Must-have. Mehr → Thema enger schnüren oder zwei Produkte erstellen.
  • Alles „Nice-to-have“ kommt in eine Bonus-Liste (nicht ins Produkt).

Hilfestellungen (Medienbox NRW)

Klick nur das an, was du jetzt brauchst. Alles Weitere findest du auf der Modul-Seite.
💡Ideen & Themenfindung
Mein Thema: Ideen finden und umsetzen
https://medienbox-nrw.de/lernangebote/mein-thema-ideen-finden-und-umsetzen/
🔎Recherche & Faktencheck
Richtig recherchieren: So findest Du die besten Quellen
https://medienbox-nrw.de/lernangebote/richtig-recherieren-so-findest-du-die-besten-quellen/
🔎Recherche & Faktencheck
Faktencheck bei der Recherche: seriöse Quellen erkennen
https://medienbox-nrw.de/lernangebote/faktencheck-bei-der-recherche-serioese-quellen-erkennen/
⚖️Recht & Verantwortung
Recht: Was darf man in Bild und Ton veröffentlichen?
https://medienbox-nrw.de/lernangebote/recht-was-darf-man-in-bild-und-ton-veroeffentlichen/

Peer-Hinweis

Peer-Stops sind Gesprächs-Stopps, keine Extra-Abgabe. Ihr nehmt euer Ziel (D) und euren Plan (I/R) und bekommt Rückmeldung.

Markiert in euren Unterlagen: 🟢 Grün = „das verstärken/so lassen“, 🔴 Rot = „hier nochmal klären/ändern“.

Nach dem großen Peer-Stop: setzt zuerst 1–2 rote Punkte um, dann startet ihr E.
Hinweis für Lehrkräfte aufklappen

Phase D (Definition): Zielvorstellung + Idee schärfen – damit das Projekt später nicht „zu voll“ wird.

Deine Rolle

  • Moderator:in & Ziel-Schärfer:in: Aus „Wir machen was zu …“ wird ein messbares Lernziel (1 Satz).
  • Fokuswächter:in: Überfrachtung verhindern (max. 5–8 Muss-Punkte).
  • Machbarkeits-Check: Passt Ziel & Idee in den Projektumfang (4–6 Stunden Gesamtzeit)?
  • Rahmen geben: Mit klaren Vorgaben beschleunigst du D/I/R – so bleibt mehr Zeit für E-K-T.
  • Verbindlichkeit herstellen: Ergebnis von D muss im Arbeitsprotokoll stehen.

Zeitlicher Rahmen

  • 10–15 Minuten (mit klaren Rahmenvorgaben) – sonst droht „Thema zu groß / Ziel zu unklar“.
  • Wenn D länger wird: eingreifen und enger schneiden, statt später viel zu reparieren.
  • Timeboxing-Vorschlag: 0–3 Min Auftrag & Kriterien · 3–10 Min Gruppenarbeit · 10–15 Min Kurzabnahme.

Was du zu Beginn klar ansagst

  • „In D geht es um Ziel + Idee. Nicht um Technik, nicht um Schnitt.“
  • „Am Ende von D habt ihr 4 Dinge: (1) Ziel-Satz, (2) Zielgruppe, (3) Muss-Liste (5–8), (4) Beispiel + Mini-Check.“
  • „Alles, was ‘nice to have’ ist, kommt in die Bonus-Liste, nicht ins Produkt.“

So moderierst du die Gruppen

60-Sekunden-Check (bei jeder Gruppe, kurz und standardisiert):

  1. Ziel-Satz: „Nach unserem Produkt kann man …“
  2. Zielgruppe: „Für wen ist das – und welche Vorkenntnisse hat die Zielgruppe?“
  3. Muss-Punkte: „Unsere 5 wichtigsten Punkte sind …“
  4. Beispiel: „Unser stärkstes Beispiel ist …“

Wenn das nicht klar kommt: D ist noch nicht fertig → Fokus nachschärfen.

Hilfestellungen, die du geben kannst (ohne es zu lösen)

  • Ziel-Satz-Schablonen: „… erklären“, „… unterscheiden“, „… anwenden“, „… 2 typische Fehler erkennen“.
  • Enger schneiden: 1 Fokus (Ursachen oder Folgen), 1 Leitfrage, 1 Niveau (Einführung oder Vertiefung).
  • Beispiel erzwingen: „Wählt ein Beispiel, das in 20 Sekunden erklärbar ist.“
  • Mini-Check-Idee: 1 Frage / 1 Zuordnung / 1 Fehler-Falle („Stimmt das?“).

Worauf du aufpassen musst (typische Stolperstellen)

  • Thema ≠ Ziel: „Wir machen was über …“ reicht nicht – es braucht ein Kompetenzziel.
  • Zielgruppe fehlt: Dann werden Sprache, Beispiele und Umfang fast immer falsch.
  • Format/Technik zu früh: freundlich stoppen: „Das kommt in I/R. Erst Ziel & Idee.“
  • Zu breit: Wenn Muss-Liste > 8 → Thema enger oder zweites Produkt.

D ist fertig, wenn …

  • Ziel-Satz ist klar und messbar.
  • Zielgruppe ist festgelegt.
  • Muss-Liste hat max. 8 Punkte.
  • Mindestens 1 Beispiel + 1 Mini-Check sind festgelegt.
  • Alles steht im Arbeitsprotokoll.

Didaktischer Kurzbezug

  • Fokus & Entlastung: Reduktion und klare Schritte senken kognitive Belastung (Sweller, 1998).
  • Struktur statt „einfach mal machen“: Scaffolding schützt vor Überforderung (Kirschner, Sweller & Clark, 2006).
  • Ziel als Referenzpunkt: In T wird das Produkt wieder am Zielbild aus D geprüft (Ziel-Check).

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