Rahmen (Zeit): DIREKT ist für 4–6 Einzelstunden gedacht (ordentliche Produktion + Zeit für Schnitt/Überarbeitung).
- Stunde 1: D (Zielvorstellung & Idee) + I (Format/Storyboard unter Multimedia‑Regeln).
- Stunde 2: R (Material/Technik/Setup) + Peer‑Stop groß → Produktionsstart (E).
- Stunde 3–4: E (Produktion nach Format) + K (Sichtung & szenenweiser Schnitt) → erste Version.
- Stunde 5: T (Feinschliff, Ziel‑Check aus D, Ausbesserungen) – ggf. gezielt zurück zu E.
- Stunde 6 (optional): Veröffentlichung/Präsentation + Reflexion.
Warum DIREKT? Es kombiniert klare Struktur (D‑I‑R) mit iterativer Verbesserung (E‑K‑T). Dadurch werden Lernende nicht „ins Offene“ geschickt, sondern erhalten Handlungs‑Leitplanken.
Didaktischer Hintergrund (Kurzbezug):
- Kognitive Entlastung: Schritte trennen, Inhalte reduzieren (Sweller, 1998).
- Multimedia‑Lernen: Bild+Sprache zielgerichtet, keine Überfrachtung (Mayer, 2001).
- Feedback wirksam: Feed‑Up/Back/Forward als „nächster Schritt“ (Hattie & Timperley, 2007).
- Scaffolding: strukturierte Anleitung statt Minimal‑Guidance (Kirschner/Sweller/Clark, 2006).
- Aktive Medienarbeit: Lernende produzieren selbst (Handlungs‑ und Ausdruckskompetenz), Lehrkraft moderiert/rahmt.
Voraussetzungen, sonst dauert es länger:
- Material muss vorab verfügbar sein (z. B. Scheren, Papier/Pappe, Stifte, Requisiten, Stativ).
- Digitale Tools sollten bekannt sein (Schnitt/Audio/Layouts). Wenn nicht: Extra‑Einführung einplanen.
- D/I/R lassen sich stark verkürzen, wenn du klare Rahmenvorgaben gibst (Formatvorgaben, Längenlimit, Pflicht‑Elemente). So bleibt mehr Zeit für E‑K‑T.
Peer‑Stops:
- Großer Peer‑Stop (zwischen R und E) ist der wichtigste.
- Mini‑Peer‑Stops sind optional: gruppenintern oder mit Lehrkraft als Moderation.
- Peer‑Notizen in Unterlagen markieren: 🟢 stärken / 🔴 klären (kein Extra‑Formular).
Arbeitsprotokoll (für nachvollziehbare Benotung):
- Jede Gruppe führt ein Projekt‑Log: Entscheidungen, Änderungen, Probleme, Lösungen, Rollen, Quellen.
- Das Protokoll macht Leistung & Prozess transparent (auch bei Gruppenarbeit).
Quellen: Sweller (1998); Mayer (2001); Hattie & Timperley (2007); Kirschner/Sweller/Clark (2006). Vollständig:
Quellen.