aktive Medienarbeit · Lernprodukt

I · Initiation

Ihr plant, bevor ihr produziert: Ablaufplan + Storyboard/Gliederung. So sieht man schon vorher, ob es verständlich wird.
🛑 Peer‑Stop Medienbox

Du machst

Du entwickelst Gestaltungsideen, wählst dein Format aus und schreibst eine Struktur oder ein Storyboard.

Du hast

Deine Daten aus der D-Phase sind deine Grundlage für die Planung.

Zeit

15–20 Minuten


🧾 Arbeitsprotokoll
  • Formatentscheidung + Begründung (Bezug zu D)
  • Storyboard/Strukturplan (Foto oder Liste)
  • Gruppenaufteilung: Wer macht was? -> Kann später noch vervollständigt/geändert werden.

🗺️ Ablaufplan: Einleitung – Hauptteil – Schluss aufklappen
  • Einleitung: Problem/Frage/Alltagsbezug
  • Hauptteil: 3–5 Erklärschritte mit Beispiel.
  • Schluss: Merksatz + Mini‑Check (kleine Aufgabe/Frage).
🎯 Format passend zum Lernziel wählen (aus D) aufklappen

Regel: Erst Lernziel (D), dann Format (I). Wähle das Format, das den Kern am leichtesten zeigt. Nicht immer ist es sinnvoll ein Lernvideo zu machen.

  • Wenn man Schritte/Prozesse zeigen mussLegevideo oder Stop‑Motion (Schritt-für-Schritt sichtbar). Alternativ auch ein digitales Handout.
  • Wenn man etwas am Bildschirm erklärt (Rechnen, Software, Auswertung) → Screencast.
  • Wenn es um Argumente/Erfahrungen/Interviews/Diskurs/Austausch gehtPodcast (Fragen-Leitfaden).
  • Wenn man Definitionen/Formeln/Übungen bündeln willHandout (klarer Aufbau + Beispiel + Merksatz).
  • ...
🎞️ Storyboard (6–10 Kacheln (Karten)) aufklappen
  • Pro Karte: Was sieht man? Was hört/liest man?
  • Plant kurze Pausen/Übergänge (damit Schnitt später leicht ist).
  • Markiert 1 Stelle, die besonders klar sein muss (Stolperstelle).
Was ist was? (kurz erklärt) aufklappen
  • Storyboard: ein Plan aus „Karten“: Szene/Abschnitt + was man sieht + was man hört/liest.
  • Legevideo: Du legst Karten/Bilder/Begriffe auf einen Tisch und bewegst sie während du erklärst.
  • Stop‑Motion: Viele Fotos nacheinander → wirkt wie ein Trickfilm (z. B. Figuren, Zettel, Modelle).
  • Screencast: Bildschirmaufnahme + Erklärung (z. B. Rechenweg, Präsentation, Software).
  • Podcast: Audioformat (solo oder Interview) – lebt von Fragen, Struktur und guter Tonqualität.
🧩 Beispiel‑Storyboard (6 Karten) aufklappen
StoryboardBeispiel

Beispiel (Thema beliebig, z. B. „pH‑Wert“ oder „Brüche addieren“):

  • Karte 1 – Hook: Frage/Problem („Warum …?“)
  • Karte 2 – Begriff: Definition in 1 Satz + 1 Bild/Skizze
  • Karte 3 – Schritt 1: Regel/Schritt erklären + Mini‑Beispiel
  • Karte 4 – Schritt 2: Regel/Schritt erklären + Mini‑Beispiel
  • Karte 5 – Mini‑Check: „Pause – probier das kurz selbst“
  • Karte 6 – Abschluss: Merksatz + „Woran erkennt man’s?“

Tipp: Wenn ihr mehr als 10 Karten braucht, ist das Thema vermutlich zu groß.

🧠 Multimedia‑Regeln (kurz) aufklappen
  • Keine Textwände im Bild – lieber sprechen + 2–3 Schlüsselwörter einblenden.
  • Markierungen/Pfeile nur, wenn sie wirklich helfen (nicht als Deko).
🎤 Wenn ihr Podcast plant aufklappen
  • Leitfaden mit 5–7 Fragen (bei Interview).
  • Intro/Outro als feste Bausteine planen.
  • Sprechrollen klären (Moderation / Gast / Technik).

Hilfestellungen (Medienbox NRW)

Klick nur das an, was du jetzt brauchst. Alles Weitere findest du auf der Modul‑Seite.
🎬Formate & Konzepte
Darstellungsformen im Überblick
https://medienbox-nrw.de/lernangebote/darstellungsformen-im-ueberblick/
🎬Storytelling & Dramaturgie
Spannend erzählen: Dein erster Videobeitrag
https://medienbox-nrw.de/lernangebote/spannend-erzaehlen-dein-erster-videobeitrag/
🎬Storytelling & Dramaturgie
Spannend erzählen: Dein erster Audiobeitrag
https://medienbox-nrw.de/lernangebote/spannend-erzaehlen-dein-erster-audiobeitrag/
🎬Formate & Konzepte
Videoformate entwickeln: Konzepte für Deine Sendung
https://medienbox-nrw.de/lernangebote/videoformate-entwickeln-konzepte-fuer-deine-sendung/

Peer‑Hinweis

Peer‑Stops sind Gesprächs‑Stopps, keine Extra‑Abgabe. Ihr nehmt euer Ziel (D) und euren Plan (I/R) und bekommt Rückmeldung.

Markiert in euren Unterlagen: 🟢 Grün = „das verstärken/so lassen“, 🔴 Rot = „hier nochmal klären/ändern“.

Nach dem großen Peer‑Stop: setzt zuerst 1–2 rote Punkte um, dann startet ihr E.
Hinweis für Lehrkräfte aufklappen

Phase I (Initiation): Aus Zielbild & Idee (D) wird ein Gestaltungskonzept: Formatwahl + Storyboard/Struktur unter Multimedia-Regeln.

Deine Rolle

  • Struktur-Coach: Roten Faden, Übergänge und Verständlichkeit sichern – bevor produziert wird.
  • Didaktische Designer:in: Formatentscheidung konsequent aus dem Lernziel (D) ableiten („Warum hilft dieses Format genau?“).
  • Regel-Setter: Wenige, klare Multimedia-Regeln vorgeben (damit nicht überladen wird).
  • Gatekeeper: „Go“ zur Produktion erst, wenn Storyboard/Struktur tragfähig ist.

Zeitlicher Rahmen

  • 15–25 Minuten (bei klaren Vorgaben eher 15–20).
  • Wenn I zu lange dauert: meist zu großes Thema oder zu viele Gestaltungsideen → zurück zu D (Fokus) oder Format einschränken.

Arbeitsprotokoll: Was muss rein?

  • Formatentscheidung + Begründung (Bezug auf D: „passt zum Lernziel, weil …“).
  • Storyboard/Strukturplan (Foto oder Liste der Szenen/Abschnitte).
  • Pflicht-Elemente verortet: Beispiel + Mini-Check (wo genau?).
  • Multimedia-Regeln (max. 3), die die Gruppe verbindlich einhält.

Was du zu Beginn klar ansagst

  • „In I entscheidet ihr Format + Struktur. Das ist der Plan für die Produktion.“
  • „Pro Szene/Abschnitt nur 1 Kernaussage. Alles andere ist Bonus.“
  • „Einblendungen: max. 8 Wörter. Keine Textwand im Bild.“

So moderierst du die Gruppen

90-Sekunden-Abnahme (kurz, standardisiert):

  1. Ziel-Bezug: „Zeigt mir euer Lernziel aus D – wo taucht es im Ablauf wieder auf?“
  2. Format-Bezug: „Warum ist euer Format (Lege/Stop/Screencast/Podcast/Handout) didaktisch passend?“
  3. Storyboard-Check: „Zeigt mir 3 Kacheln: Einstieg → Kern → Mini-Check.“
  4. Überfrachtung: „Welche 1 Sache habt ihr bewusst weggelassen (Bonus-Liste)?“

Hilfestellungen (ohne es zu übernehmen)

  • Storyboard-Schablone geben: Hook · Begriff · Schritt 1 · Schritt 2 · Beispiel · Mini-Check · Merksatz.
  • Format-Regel setzen: „Wenn ihr etwas sichtbar zeigen müsst, ist Podcast allein nicht geeignet.“
  • Reduktion erzwingen: „Max. 10 Szenen/Abschnitte – sonst Thema zu groß.“
  • Tool-Risiko klären: Unbekannte Tools → Mini-Einführung einplanen oder gezielte Medienbox-Hilfe.

Worauf du aufpassen musst

  • Storyboard ist nur Themenliste: Es fehlt „Was sieht man / was hört man?“ → nachschärfen.
  • Format passt nicht zum Lernziel: Visuelles Ziel ohne Visualisierung → Formatwechsel einfordern.
  • Roter Faden fehlt: Szenen austauschbar → Leitbegriffe/Überschriften festlegen.

I ist fertig, wenn …

  • Format ist entschieden und begründet (Bezug zu D).
  • Storyboard/Struktur ist zeigbar (6–10 Szenen/Abschnitte) und enthält Beispiel + Mini-Check.
  • Multimedia-Regeln sind vereinbart (max. 3) und realistisch umsetzbar.

Didaktischer Kurzbezug

  • Multimedia-Regeln: Reduktion & Signalgebung unterstützen Lernen (Mayer, 2001).
  • Entlastung: Segmentierung in Szenen/Abschnitte reduziert kognitive Belastung (Sweller, 1998).
  • Struktur statt Minimal-Guidance: Leitplanken verhindern Verzetteln (Kirschner, Sweller & Clark, 2006).

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