Phase E (Erledigen): Produktion nach Format – mit Qualitätsschwellen. Ziel: sauberes Rohmaterial, nicht „irgendwie fertig“.
Deine Rolle
- Format-Coach: kurze, format-spezifische Hinweise geben (Lege/Stop, Screencast, Podcast, Handout).
- Qualitäts-Gate: grobe Fehler früh stoppen (Ton unverständlich, Bild unlesbar, Struktur fehlt).
- Prozessmoderation: Gruppen im Fluss halten (kurze Checks, keine Dauerberatung).
- Mini-Peer optional: bei Bedarf von dir moderiert („Ziel – Stärken – 2 To-Dos“).
Zeitlicher Rahmen
- Hauptarbeitszeit (Stunden 2–4 je nach Projekt).
- Wenn E stockt: Ursache meist Tool-/Materialproblem (R) oder unklare Struktur (I).
Arbeitsprotokoll: Was muss rein?
- Welche Szenen/Abschnitte wurden produziert?
- Welche Probleme traten auf – und welche Lösung wurde gewählt?
- Welche Hilfestellung wurde genutzt (z. B. 1 Medienbox-Modul)?
Format-spezifische Quick-Checks
- Lege/Stop-Motion: Kamera fix, Licht konstant, Begriffe lesbar, Bewegungen klein.
- Screencast: nur relevanter Bereich, Zoom/Markierung, 1 vollständiges Beispiel.
- Podcast: ruhiger Raum, Mikro nah, Pegel ok, Leitfaden sichtbar, Pausen für Schnitt.
- Handout: Überschriften-Gerüst, Beispiele passend, Quellenliste angelegt.
Hilfestellungen (ohne es zu übernehmen)
- 1 Problem + 1 Lösung: „Ton hallig → näher ran / Raum wechseln“.
- Lesbarkeit: „Begriffe größer, Kontrast erhöhen“.
- Struktur: „Zurück zum Storyboard: Welche Szene ist als Nächstes dran?“
- Medienbox: genau ein Modul zuweisen, dann weiterproduzieren.
Worauf du aufpassen musst
- Perfektionismus-Falle: Zeitverlust in Details → zuerst Rohmaterial vollständig, dann K.
- Technik verdrängt Didaktik: erinnern: „Erst verständlich, dann schön.“
- Zu viele Hilfen: nicht mehrere Module gleichzeitig – sonst Verzettelung.
E ist erfolgreich, wenn …
- Material vollständig und in Storyboard-Reihenfolge vorhanden ist.
- Ton/Bild/Lesbarkeit Mindestqualität haben.
- Schlüssel-Szenen nicht fehlen (sonst später E erneut).
Didaktischer Kurzbezug
- Leitplanken statt Minimal-Guidance: kurze Checks verhindern Überforderung (Kirschner, Sweller & Clark, 2006).
- Feedback in kleinen Dosen: unterstützt zielgerichtete Verbesserung (Hattie & Timperley, 2007).